Naturkorken und Scheibenkorken
Die Weinflaschen müssen der CETIE-Norm entsprechen, d.h. 18,3 mm +/- 0,4 mm in der Mündung und 20,0 mm in 40 mm Tiefe. Bei starken Hinterblasungen erhöht sich die Ausziehkraft. Für Sondermündungen sind entsprechende Vorversuche notwendig, die wir gerne mit Ihnen durchführen.
| Lagerempfehlungen | Lagerraum: | gut belüftet, frei von geruchsintensiven Substanzen wie Treib- und Schmierstoffen lagern | ||
| Lagertemperatur: | nicht unter 5 °C Vor der Verarbeitung 36 - 48 h bei 20 - 25 °C lagern |
|||
| Luftfeuchte: | ca. 50 - 70 % | |||
| Lagerdauer: | vorzugsweise innerhalb von 3 Monaten verarbeiten | |||
| Verlauf Flaschenhals | Stillweinkorken: entsprechend DIN EN 12726 | |||
| Korkschloss | Funktionstest: | auf Kerben und Verschleißspuren achten, Backenfunktion überprüfen um Quetschfaltenbildung zu vermeiden, Zentrierung von Stößel und Flasche kontrollieren. |
||
| Tellerrand- und Bandmündungsfl.: | verwenden Sie spezielle Zentriertulpen, vor der Verarbeitung 36 - 48 h bei 20 - 25 °C lagern |
|||
| Komprimierung: | auf 15,5 - 16,0 mm (möglichst 4 - Backenschloss) | |||
| Füllhöhe & Kopfraum | Kopfraum: | mind. 15mm bei 20°C (Referenztemp.) bei Erreichen der Nennfüllmenge | ||
| Überdruck: | bei Stillwein unter 0,3 bar nach dem Verkorken | |||
| Füllhöhenveränderung | Temperaturveränderungen: | je 5°C verändert sich der Kopfraum wie folgt: | ||
| 0,75 Liter | 1 Liter | |||
| Bei trockenen Weinen | 4,0 mm | 5,0 mm | ||
| Bei restsüßen Weinen | 7,0 mm | 9,0 mm | ||
| Verwenden Sie diese Faustformel zur Berechnung der Füllhöhenkorrektur
bei Weinen mit Produktwärme unter 20 °C. Bspw.: Fülltemperatur 10 °C, 0,75l trockener Wein: Füllhöhe ca. 8 mm tiefer einstellen als bei der Referenztemperatur 20 °C. |
||||
| Stopftiefe | Oberkante des Korkens etwa 0,5 - 1,0 mm in die Flasche einstoßen | |||
| Verschließdruck | Reduktion durch die Verwendung einer CO2-Einblasung oder durch Vakuumabsaugung im Korkschloss. Korrekte Funktion der Verschließdruckreduzierung überprüfen. | |||
| Lagerung Flaschen | liegende Lagerung: | min. 3 - 5 Minuten Standzeit zur Rückstellung der Korken einhalten | ||
| Empfehlung: | ||||
| stehende Lagerung: | Neueste Erkenntnisse zeigen, dass die Korken ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden, die Sauerstoffaufnahme des Weins aber deutlich geringer ist als bei liegender Lagerung. | |||
Sektkorken
| Lagerung der Sektkorken | Lagerraum: | gut belüftet, frei von geruchsintensiven Stoffen | |
| Lagertemperatur: | 10-25°C | ||
| Luftfeuchte: | ca. 50 - 70 % | ||
| Lagerdauer: | Bis zu neun Monate | ||
| Verlauf Flaschenhals | Perl- & Schaumwein: entsprechend DIN 6094-5 | ||
| Korkschloss | Funktionstest: | auf Kerben und Verschleißspuren achten,
Backenfunktion überprüfen um Quetschfaltenbildung zu vermeiden, Zentrierung von Stößel und Flasche kontrollieren. |
|
| Komprimierung: | Nicht unter 15,7 mm | ||
| Füllhöhe & Kopfraum | Kopfraum: | mind. 70 mm bei 20°C | |
| Überdruck: | bei Perlwein darf 2,5 bar bei 20°C nicht überschritten werden | ||
| Füllhöhenveränderung | Temperaturveränderungen: | je 5°C verändert sich der Kopfraum wie folgt: | |
| 0,75 Liter | |||
| Bei Sekt extra trocken & brut | 4,0 mm | ||
| Bei restsüßen Sekten | 7,0 mm | ||
| Stopftiefe | Sektkorken: | 23,0 mm +/- 1,0 mm | |
| Zu tiefes Verstopfen führt dazu das die Korken sich
zu schwer öffnen lassen, zu flaches Verstopfen führt zu Undichtigkeiten bzw. zu Druckverlust |
|||
NOMACORC-Kunststoffstopfen
Empfehlungen für ein erfolgreiches Verkorken
1. LAGERUNG DER VERSCHLÜSSE
- Alle Nomarcorc-Verschlüsse sind zu 1.000 Stück in Polyäthylensäcken verpackt.
- Die Verschlüsse müssen an einem trockenen und sauberen Ort gelagert werden. Jeglicher Kontakt mit Flüssigkeiten oder Gerüchen ist zu vermeiden. Die Lagertemperatur sollte zwischen 5°C und 30°C betragen und die Verschlüsse sollten nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.
- Die Verschlüsse sollten direkt aus den Säcken in die Verkorkungsmaschine gefüllt werden.
- Nach dem Verkorkungsvorgang in der Maschine verbleibende Kunststoffverschlüsse sollten nicht aufbewahrt werden.
2. DIE FLASCHEN
- Vergewissern Sie sich bei Ihrem Flaschenlieferanten, dass die Größen der Flaschenmündungen und -hälse der Norm CETIE entsprechen, d.h.:
- Sie sollten eine lichte Mündungsweite von einem Durchmesser von 18,5 mm ± 5 mm, bei 3 mm Tiefe ab Flaschenkopf, haben ;
- Sie sollten einen Mündungsdurchmesser haben von: - Zwischen 18,5 mm und 20,0 mm bei 15mm Tiefe ab dem Flaschenkopf;
- Der Flaschenhals muss akurat, sauber und trocken sein. Dies ist vor allem bei der Verwendung von recycelten Flaschen wichtig.
- Zwischen 19,0 mm und 20,5 mm bei 30mm Tiefe ab dem Flaschenkopf;
- Zwischen 19,0 mm und 21,0 mm bei 45mm Tiefe ab dem Flaschenkopf.
3. FÜLLHÖHE UND -MENGE
- Die Füllhöhe muss so angepasst sein, dass die theoretische Füllmenge, die im Allgemeinen auf dem Flaschenboden zu finden ist, eingehalten wird. Oft wird die Füllhöhe mit 55 mm oder 63 mm bei 20°C angegeben, gemessen ab dem Flaschenkopf. Wichtig: Dieses Niveau entspricht immer einer Weintemperatur von 20°C. In dem Fall, wo die Temperatur unter 20°C liegt, muss ein der Ausdehnung des Weines Rechnung tragender Restraum vorgesehen werden. Bitten Sie Ihren Flaschenlieferanten, Ihnen die Ausdehnungskurve mitzuteilen, damit Sie die Abfüllhöhe entsprechend anpassen können. Im Allgemeinen ist eine Ausdehnung des Weinvolumens von zwischen 0,2 und 0,4 ml/l pro Grad (°C) vorzusehen. Dies bedeutet, dass ein Wein, der bei einer Temperatur von 10°C abgefüllt wird und dann während des Transports z.B. eine Temperatur von 40°C erreicht, im Falle eines trockenen Weines (10% Vol.) ungefähr 6 ml und bei einem lieblichen Wein (14% Vol.) 12 ml mehr Füllmenge aufweisen wird. Ein Gasraum von 10 mm entspricht tatsächlich einer Füllmenge von ungefähr 3 ml. Eine Erhöhung der Weintemperatur auf 20°C bei der Abfüllung verringert das Ausmaß der möglichen Temperaturschwankungen bis zum Zeitpunkt der Weinlagerung und somit auch die Risiken einer zu starken Ausdehnung des Weinvolumens[1].
- Ferner soll der Nomacorc-Verschluss eine angemessene Länge haben (37x22 mm oder 43x2 2mm), die entsprechend der empfohlenen Füllhöhe einen Gasraum von mindestens 17 mm (nach wie vor bei 20°C) erlaubt. Nomacorc kann Ihnen zu diesem Zweck einen Messstab zur Kontrolle der Füllhöhe zur Verfügung stellen.
- Schließlich muss auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
der Verschluss auf Grund der Kompression im Durchschnitt um 2 mm länger
wird.
[1]Quelle: Die Geisenheimer Testmethoden, Dr. R. Jung & Dr. F. Zürn, Forschungsanstalt Geisenheim.
4. VERKORKUNGSMASCHINE
- In der Regel braucht Ihre Korkanlage bei der Verkorkung von Nomacorc-Verschlüssen nicht spezifisch eingestellt zu werden.
- Verwenden Sie vorzugsweise eine Vierbackenschloss-Verkorkungsmaschine.
- Die Klemmbacken müssen regelmäßig am Anfang und am Ende des Abfüllvorgangs kontrolliert werden. Eine Verschlechterung ihres Zustands kann zu Faltenbildung am Verschluss führen und Ausläufer verursachen.
- Nach Verwendung von Naturkorken, müssen die Korkenschlösser sowie alle Teile der Maschine, die mit Nomacorc in Kontakt kommen, sorgfältig von allen Rückständen befreit werden.
- Beheizte Korkschlösser sollten nicht verwendet werden.
- Die Flasche muss zum Zeitpunkt des Stempeleinstoßes zentral positioniert sein, damit der Verschluss gut in den Flaschenhals eindringen kann.
- Der Kompressionsdurchmesser sollte zwischen 15,5 mm und 16,0 mm sein.
- Die Verschlusskompressionsgeschwindigkeit muss gering, die Verschlusseingangsgeschwindigkeit hingegen hoch sein. Eine zu rasche Kompression kann zu Faltenbildung an der Oberfläche des Verschlusses führen. Wird der Verschluss zu langsam eingeführt, dann kann er seinen ursprünglichen Durchmesser wieder erlangen, bevor er an seine definitive Position gebracht worden ist. Es ist dann möglich, dass er Druck auf den Flaschenhals ausübt und sich möglicherweise verformt.
- Drücken Sie den Verschluss bis maximal 1 mm unterhalb der Mündungskante.
- Manuelle Verkorkung: Im Falle der Verwendung einer manuellen Verkorkungsanlage empfehlen wir, die Qualität der Anlage vorab zu testen und sicherzustellen, dass die Klemmbacken die Verschlüsse nicht eindrücken. In diesem Fall sollten Sie sich an Ihren Lieferanten wenden und eine Anpassung vornehmen lassen.
5. VAKUUMVERKORKUNG
- Es sollten vorzugsweise Korkmaschinen mit Vakuumeinrichtung eingesetzt werden. Stellen Sie die Vakuumpumpe auf 0,5 bar (-50 kPa) ein. Überprüfen Sie ungefähr 10 Minuten nach dem Verkorken den Druck im Kopfraum: dieser sollte sich zwischen 0,3 bar (-30 kPa) und +0,3 bar (+ 30 kPa) bewegen.
- Im Falle der Verkorkung ohne Vorevakuierung oder auch mit oder ohne CO2-Überlagerung, müssen die Empfehlungen bezüglich der Füllhöhe, des Kopfraumes und des Kopfraumdrucks unbedingt eingehalten werden.
6. FLASCHENLAGERUNG
- Da Nomacorc über hervorragender Rückstelleigenschaften verfügt, können die Flaschen nach dem Verkorken unmittelbar gelegt werden.
- Manuelle Verkorkung: Bei Verwendung einer manuellen Verkorkungsanlage empfehlen wir, die verkorkten Flaschen 24 Stunden stehen zu lassen.
Qualität durch umfangreiche Laborprüfungen.
Qualitätskontrolle
Maßnahmen zur Qualitätskontrolle unter Berücksichtigung der Geisenheimer Testmethoden. Weiter…
